Führung, Verantwortung und Erfolg

Ein Zitat, was nicht missverstanden werden sollte: Führung ist entscheidend, wenn ein Unternehmen langfristig erfolgreich bleiben soll

Ein Zitat, was nicht missverstanden werden sollte: Führung ist entscheidend, wenn ein Unternehmen langfristig erfolgreich bleiben soll

Was ist Erfolg? Welche Voraussetzungen braucht er? Was ist der Preis des Erfolges? Diese Fragen werden immer, wieder gemeinsam und getrennt, beleuchtet. Vor allem der Preis des Erfolges wird kontrovers diskutiert, wenn wie aktuell in der Schweiz ein Manager keinen anderen Ausweg sieht als den Tod.
Ohne auf den aktuellen Fall näher eingehen zu können, bietet sich hier doch die Notwendigkeit, grundsätzlich über Führungsverantwortung und Erfolg nachzudenken. Weiterlesen

Mobbing in Unternehmen – nicht mit Thomas Derale

Lesenswerter Beitrag über Mobbing am Arbeitsplatz in der Süddeutschen Zeitung vom 10. Juli 2013

Lesenswerter Beitrag über Mobbing am Arbeitsplatz in der Süddeutschen Zeitung vom 10. Juli 2013

In der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung findet sich ein spannender Beitrag zum Thema “Mobbing in der Arbeitswelt”. Darin heisst es unter anderem, dass der Schaden, den die deutsche Wirtschaft durch Mobbing erleidet, jährlich rund 15 bis 20 Milliarden Euro beträgt. Eine durchschnittliche Fehlzeit durch Arbeitsunfähigkeit wegen psychischer Beeinträchtigung ist mit 37 Tagen mehr als doppelt so lange wie der typische statistische Krankheitsfall in deutschen Unternehmen.

In einem Schreiben an die Redaktion der Süddeutschen habe ich darauf hingewiesen, dass es Möglichkeiten geben könnte, für mehr Wertschätzung und damit für mehr Wertschöpfung in der deutschen Arbeitswelt zu sorgen. Mein Schreiben hat folgenden Wortlaut: Weiterlesen

Unternehmerische Freiheit

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In der Politik gibt es verschiedene Wege, um Entscheidungen herbeizuführen. Abgesehen von der Diktatur, in der nur ein Tyrann entscheidet, gibt es in der plebiszitären Demokratie Volksentscheide, in der repräsentativen die Mehrheitsentscheidungen im Parlament. Dort wird in der Regel nach Lagern (Regierung/Opposition) abgestimmt, d.h. es ist meistens die Regierungsfraktion, die mit ihrer Mehrheit aus dem Wahlgang der Bürger, vier Jahre lang die Gesetzgebungsmacht besitzt. In ganz seltenen Fällen gilt dies nicht. Dann wird der “Fraktionszwang” aufgehoben und die Abgeordneten treffen eine Gewissensentscheidung. Die Abstimmung über den Paragraphen 218 StGB oder die Berlin-Bonn-Entscheidung sind Beispiele dafür.

Die Frage der Unternehmensnachfolge ist im Mittelstand meistens dann entschieden, wenn Nachkommen geboren werden, die “den Betrieb übernehmen”. Mit dem Rückgang der Geburtenzahlen ist dies nun häufig nicht mehr gegeben, weil keine Erben geboren wurden. Doch selbst dann, wenn in Unternehmerfamilien eine nachfolgende Generation existiert, sollte die Entscheidung über eine Betriebsübernahme nicht per “Dynastischem Zwang“, sondern durch eine “Gewissensentscheidung” getroffen werden. Denn es ist eine Gewissensentscheidung, die für den weiteren Fortgang des Unternehmens genau so einschneidende Folgen haben kann wie für das Leben der Nachfolger.

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Motivieren Sie noch oder inspirieren Sie schon?

Neueste Forschungsergebnisse aus Harvard zusammengefasst von Peter Dunkhorst

Sind Sie auch davon überzeugt, dass Spaß an der Arbeit zu besseren Ergebnissen führt? Dass Menschen, die sich freuen, einen tollen Job in einem tollen Unternehmen zu haben, mit Begeisterung ihre Aufgaben erfüllen, neue Ideen entwickeln und die Kunden besser bedienen, besonders wertvolle Mitarbeiter sind? Jedes Unternehmen wünscht sich das!

Aber die Realität sieht leider anders aus. Jährlich befragt das Gallup Institute auch in Deutschland Arbeitnehmer nach ihrem Engagement. In den vergangenen 12 Jahren ist der Anteil derjenigen, die intern schon gekündigt haben, von 15% auf heute dramatische 24% angestiegen. Als engagiert und am Unternehmen interessiert stuft sich nur jeder 7. Arbeitnehmer ein. 61% machen „Dienst nach Vorschrift“. Das Gallup Institute schätzt die volkswirtschaftlichen Kosten hierfür auf 112 bis 138 Mrd. Euro pro Jahr.

Kann man Mitarbeiter motivieren? Wie funktionieren finanzielle Anreize?

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Der Vorteil der Geschichte von Thomas Derale

Der Klassiker von John Strelecky: The Big Five for Life. Die Geschichte von Thomas Derale

Der Klassiker von John Strelecky: The Big Five for Life. Die Geschichte von Thomas Derale

Die Feedbacks auf dieses Blog sind eine große Freude. Erst heute hat mir ein Unternehmer, den ich bei der Einführung der Thomas Derale Philosophie begleiten darf, bestätigt, wie relevant die Beiträge für ihn sind. Und dass, obwohl unser Unternehmen Derale-Consulting noch nicht sehr lange am Markt operiert und demzufolge viele Beispiele auf Erfahrungen beruhen, die aus anderen Unternehmen übertragen wurden. Was die Inhalte keineswegs entwertet. Schliesslich ist der Sinn dieses Blogs genau so wenig wie der von Derale-Consulting ein Absolutheitsanspruch: Die Vision von Thomas Derale, das Big Five for Life Konzept, ist nicht die allein selig machende Wahrheit. Darum geht es nicht. Der große Vorteil der Geschichte von Thomas Derale ist seine leichte Übertragbarkeit, die einfache Verständlichkeit einer großen Summe von Prinzipien herausragender Unternehmensführung. Im Vorspann ist ausdrücklich davon die Rede, dass dieses Konzept die verdichtete Essenz darstellt von Gesprächen mit mehr als 100 Führungspersönlichkeiten auf der ganzen Welt.
Führungspersönlichkeiten, zu denen auch James Green zählen könnte. Es ist wohl kein Zufall, dass mir heute sein Blogpost über Lektionen auf den Bildschirm kam, die James aus seiner Zusammenarbeit mit Steve Jobs gelernt hat. Weiterlesen

Big Five gegen den Wind

Sheryl Sandberg hat ein Buch geschrieben über Frauen und Führungspositionen. Sie ist gegen eine Quotierung. Tatsächlich gibt es andere Wege. Einer davon heisst Big Five for Life

Sheryl Sandberg hat ein Buch geschrieben über Frauen und Führungspositionen. Sie ist gegen ein Quotierung. Tatsächlich gibt es andere Wege. Einer davon heisst Big Five for Life

Sheryl Sandberg ist eine Frau. Sie ist eine Frau in Führungspositionen (Google, Facebook) und sie möchte nicht alleine bleiben. Daher hat sie ein Buch geschrieben, dass in diesen Tagen auf deutsch erschienen ist, und in dem sie Frauen dazu aufruft, sich stärker einzumischen. Lean In: Women, Work, and the Will to Lead lautet entsprechend der programmatische Titel Ihres Buches: Hängt euch rein, stemmt euch dagegen! Gemeint ist, so schreibt Sandberg, dass es in der heutigen Gesellschaft starke Tendenzen, strukturelle Hindernisse und offenen oder verdeckten Sexismus gibt, die den Anteil von Frauen in Führungspositionen überproportional stark begrenzen, gemessen am hohen Anteil hochqualifizierter Absolventinnen und nichtakademischer Berufseinsteigerinnen. Auch Frauen selbst, so Sandberg, tragen durch ihre Haltung in bestimmten Situationen dazu bei, dass nicht sie, sondern männliche Kollegen die Führungsposition besetzen und Frauen unterrepräsentiert bleiben. Diesen Trend kann man bedauern, oder ihn wie Sandberg als quasi natürlichen Gegenwind betrachten, gegen den Frau sich stemmen muss und kann, um ihre Position zu behaupten.

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Henne oder Ei?

© koszivu - Fotolia.com

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Wie führe ich Mitarbeiter so, dass sie ihr volles Potential entfalten können? So, dass es dem Unternehmen genau so gut tut, wie den Menschen, die in ihm und für es arbeiten.
Zuweilen hat man den Eindruck, dass es eine klassische Henne/Ei-Situation ist: Vorrang haben die Betriebsergebnisse. “Weiche Faktoren” gelten als “nice to have’s” und nicht als “must” In der Denke vieler Manager: nur wenn es dem Unternehmen gut geht, kann es es sich leisten, seine Mitarbeiter besser zu behandeln als nötig. Doch: wann geht es ihm gut? Ist eine Mitarbeiter-orientierte Führung nur möglich, wenn ausreichend positive Ergebnisse erzielt werden? Das würde bedeuten, gute Führung ist eine Belohnung für Mitarbeiter, die sie sich zuvor selbst verdienen müssen. Am Beginn eines Unternehmens werden noch keine Gewinne erzielt; ist der anscheinend aufwändigere Führungsstil also eine Investition, die zum Start-Up in die Finanzplanung eingestellt und vorfinanziert werden muss, damit sie sich über gute Ergebnisse auszahlt? Weiterlesen